Yokogawa CENTUM VP und ProSafe-RS
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Mit den aktuellen Releases 4.02 für das integrierte Produktions- und Prozessleitsystem CENTUM VP und 2.03.00 für die sicherheitsgerichtete Steuerung ProSafe-RS erschließt die Yokogawa Electric Corporation den Anwendern attraktive, neue Möglichkeiten und verbessert erneut sowohl Datenintegration als auch Benutzerfreundlichkeit.
„Im Rahmen des Automatisierungskonzepts VigilantPlant wird Yokogawa damit einmal mehr dem Anspruch gerecht, den Anwender auf dem Weg zur ‚Operational Excellence’ seiner Produktionsstätten zu begleiten“, betont Tim Henrichs, Product Manager Systems der Yokogawa Deutschland GmbH. „Die neuen Releases bieten vielfältige Features, die das Arbeiten mit CENTUM VP und ProSafe-RS noch intuitiver, einfacher, effizienter und sicherer machen“, fährt Henrichs fort.
Das VigilantPlant-Konzept ist auf den sicheren, zuverlässigen und profitablen Betrieb prozesstechnischer Anlagen zugeschnitten. Es zielt darauf ab, einen Zustand der Operational Excellence zu erreichen, in dem das Betriebspersonal wachsam, umsichtig und wohl informiert agieren kann. So können die Mitarbeiter jederzeit im Betriebsalltag Maßnahmen treffen, die zu einer optimalen Betriebs- und Geschäftssituation beitragen. Das Konzept verhindert ungeplante Stillstände, verbessert die Anlagenausnutzung und erlaubt eine rasche und effiziente Anpassung der Produktion an veränderte Marktbedingungen.
Zu diesem Zweck verfügen die neuen Releases von CENTUM VP und ProSafe-RS über eine Vielzahl neuer Eigenschaften und Fähigkeiten. Zudem sind beide Systeme voll kompatibel mit dem aktuellen Microsoft-Betriebssystem Windows 2008 Server und den Adobe-Produkten der Versionsreihe 9.X.
Für CENTUM VP wird künftig seiner Rolle als zentraler Informationsplattform noch besser gerecht, z. B. durch:
- Neue Funktionen zum einfacheren Einbinden und Rekonfigurieren von FOUNDATION Fieldbus (FF)-Geräten
Das „offene“ Engineering von Parametersätzen, also Anzeige, Vergleich und ggf. Synchronisation von Parametern zwischen Leitsystem und intelligentem Feldgerät ist jetzt bereits in der Engineering-Phase und nicht erst bei der Inbetriebnahme möglich. Damit sinken gleichermaßen Zeitbedarf und Komplexität der eigentlichen Inbetriebnahme. Zudem können beliebig viele FF-Segmente gleichzeitig initiiert werden, wobei die Downloadzeit je Segment selbst bei voller Bestückung auf ein Zehntel gesenkt werden konnte. - Verbessere Werkzeuge zur Definition und Konfiguration von Alarmen Die Verwendung der vom Applikations- Engineering her bekannten standardisierten Konfigurationslisten jetzt auch im Alarm-Engineering vereinfacht und beschleunigt dieses ganz wesentlich. Zudem wird eine einheitliche Rückdokumentation möglich. Damit erfüllt CENTUM VP schon jetzt zukunftsweisende Anforderungen, wie sie derzeit zum Beispiel im Rahmen der NAMUR (Arbeitskreis 1.10 „PLS-Engineering“) diskutiert werden.
- CPU-Modul mit deutlich höherer Leistung Das neue CPU-Modul kann aufgrund höherer Taktfrequenz und leistungsfähigerer Software je Zeiteinheit viermal mehr E/A-Operationen bewältigen und außerdem statt bisher 1.000 jetzt bis zu 1.500 E/A-Kanäle bedienen, verteilt auf bis zu 110 E/A-Karten. Das Modul bietet damit besonders für den Einsatz in komplexen Großanlagen deutliche Vorteile.
- Erweiterte „online“-Fähigkeiten Das neue Release erlaubt Hardware-Erweiterungen, speziell das Anschließen zusätzlicher Baugruppenträger, im laufenden Betrieb. Das Umparametrieren von E/A-Karten im laufenden Betrieb war bisher bereits möglich, doch können solche Karten nun auch online in das System eingefügt und gelöscht werden. Speziell der Austausch einer defekten Karte bei redundanter Auslegung wird in Zukunft noch einfacher, weil die neue Karte unmittelbar von der in Betrieb befindlichen Schwesterkarte aus initialisiert werden kann. Eine vorherige offline-Initialisierung und der damit verbundene Gang zur Konfigurationsstation werden damit überflüssig.
- Zusätzliche Konfigurationsmöglichkeiten bei „gleichzeitigen“ Alarmen Eine Priorisierung innerhalb von Gruppen, die Teil von Alarmblöcken sind, erlaubt es jetzt, auch bei Signalabständen unterhalb von 1 ms (bei „Gleichzeitigkeit“) festzulegen, welches Signal bevorzugt bearbeitet werden soll. Das Verfahren ist vom TÜV Rheinland entsprechend zertifiziert worden.
- Neues digitales, 48 V-Ausgabemodul An das Modul können entsprechende Feldgeräte und zum Beispiel Magnetventile direkt angeschlossen und mit 48 V-Gleichspannung versorgt werden. Die bisher üblichen Relaisschaltungen werden damit überflüssig, was Einsparpotenziale beim Systemaufbau und bei der Wartung erschließt.
Wichtige Zielmärkte und Anwendungen Prozessführung und -überwachung für Produktionsanlagen für zahlreiche Branchen der Prozess- und Fertigungsindustrie, etwa in der Erdöl- und Erdgasgewinnung, Petrochemie, Chemie, Energiewirtschaft, Papier- und Zellstoff-, pharmazeutische und Lebensmittelindustrie, Eisen- und Stahlgewinnung sowie Wasser- und Abwasserbehandlung.
ProSafe-RS 2.03.00 bietet vor allem Verbesserungen für den Einsatz in Anlagen der Prozessindustrie im Hinblick auf Notabschaltungen, Brandschutz und Brandbekämpfung sowie die sichere Regelung von Verbrennungsprozessen.
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