Systembaukasten für mobile Automation
Der Ludwigsburger Automatisierungsspezialist Jetter (ÖV: Spörk) präsentiert neue Produkte für den Systembaukasten im Bereich Steuerungen, Peripheriemodule, Bedienterminals und Antriebe.
Elektrische Antriebe werden in unterschiedlichen Branchen eingesetzt. Bei mobilen Anwendungen sind die Anforderungen besonders hoch. So müssen die Geräte große Temperaturschwankungen verkraften, über eine hohe Dichtigkeit verfügen und robust gegenüber Stößen und Vibrationen sein.
Trotzdem sollen sie kompakt gebaut sein, da oftmals der Platz begrenzt ist. Auf der Agritechnica wurde der Doppelumrichter JMM-5000 als Prototyp vorgestellt, der in verschiedenen Leistungsklassen von fünf bis vierzig
Kilowatt angeboten wird und für eine Umgebungstemperatur von –40 bis +85 °C geeignet ist. Er braucht Flüssigkeitskühlung und fällt unter die Schutzarten IP6K bis 9K. Mit diesem Umrichter lassen sich sowohl Asynchron- als auch Synchron-Motoren entweder mit einer Rückführungseinheit (Resolver oder Sin/Cos) oder sensorlos betreiben.
Neben den passenden Motoren bietet Jetter eine Auswahl an Zubehör wie Getriebe, Kabel und Stecker oder Kühlsysteme. Elektrische Antriebstechnik wird in der mobilen Automation vorzugsweise bei Förderbändern, Lüftern
und Gebläsen, Schneckenwellen oder als Ersatz von Hydraulik eingesetzt. Das Antriebssystem erreicht voraussichtlich im Herbst 2012 die Serienreife. Eine weitere Innovation aus dem Hause Jetter, die als Prototyp auf der Agritechnica vorgestellt wurde, ist der erste neue Jobrechner der JC-500er-Reihe. Das Gerät erfüllt die harten Anforderungen bezüglich Temperatur, Dichtigkeit, Schock und elektromagnetischer Verträglichkeitsrichtlinien für
den Außeneinsatz. Die Elektronik des neuen Jobrechners ist modular aufgebaut, so dass die digitale und analoge Ein- und Ausgangskonfiguration genau auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt sind.
Last but not least wurde die neueste Version des ISO-Designers – ein Designtool für ISO-konforme Masken mit integrierter ISO-VT-Simulation – vorgestellt. Auf dem PC lassen sich ohne die Hilfe zusätzlicher Hardware
die erstellten Masken inklusive der Softkeys auf dem Bildschirm anzeigen und simulieren. Die Entwicklungszeit wird dadurch wesentlich reduziert, da ein Download auf eine ECU (Electronic Control Unit) oft nicht notwendig ist.
Alles in allem darf die Jetter AG auf einen erfolgreichen Messeauftritt mit vielen interessanten Kontakten und Gesprächen zurückblicken. Die mobile Automation hat sich in den letzten Jahren im Unternehmen zu einem
starken Standbein entwickelt und wird in Zukunft noch weiter ausgebaut.
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