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lutzky2 Phoenix Contact präsentiert nach einjähriger Suche neuen Österreich GF

 

Ende Jänner präsentierte Phoenix Contact den neuen Geschäftsführer für die Österreich Niederlassung. Nicht weniger als ein Jahr hat die Suche nach der Besetzung dieser Position gedauert. Schließlich wurde man Ende 2011 in Ing. Mag. Thomas Lutzky MBA fündig. Er folgt damit auf Komm.Rat Ing. Herbert Seydel, der Anfang 2011 in den Ruhestand ging. Wir trafen Dipl.-Phys. Ing. Andreas Rossa, Vice President Phoenix Contact und Ing. Mag.Thomas Lutzky MBA und sprachen über Unternehmenskultur, Mitarbeiterqualität und Unternehmensentwicklung bei Phoenix Contact.

 

Einen neuen Geschäftsführer in Österreichzu finden war für Phoenix Contact eine sehr interessante und intensive Phase, die nun nach einem Jahr der Suche beendet ist. Herr Rossa. Warum konnte man sich dafür so lange Zeit lassen?

Dipl.-Phys.-Ing. Andreas Rossa, Vice President Phoenix Contact: Die Phoenix Contact Gruppe hat eine spezielle Kultur. Wir achten in unseren Tochtergesellschaften darauf, dass wir nicht nur einen guten Geschäftsführer haben, sondern wir legen auch verstärkt Wert darauf, dass die Ebene hinter den Geschäftsführern – der Managementbereich – aus extrem kompetenten und zuverlässigen Personen besteht. Dadurch, dass wir bereits ein sehr gutes Team in Österreich hatten, konnten wir uns für die Suche nach dem neuen Geschäftsführer entsprechend lange Zeit lassen. Außerdem legen wir großen Wert darauf, dass wir das Management mit den richtigen Personen besetzen und so wenig wie möglich Kompromisse eingehen. Wir suchen mittel- und langfristiges Management für unsere Positionen, und das hat eben etwas länger gedauert – aber wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

 

rossa Welche Anforderungen wurden an den neuen Österreichischen Geschäftsführer von Phoenix Contact gestellt?

Rossa: Phoenix Contact möchte heute Geschäftsführer in seinen Niederlassungen haben, die als Entrepreneur arbeiten. Wir möchten Persönlichkeiten, die nach vorne arbeiten und in der Lage sind, ein Unternehmen weiterzuentwickeln. Wichtig dabei ist, dass wir kein schnelles Business machen wollen, sondern langfristiges, kontinuierliches Business und uns nach vorne entwickeln. Das beinhaltet, dass jeder Geschäftsführer einen sehr hohen Freiheitsgrad bekommt. Weiters möchten wir ein offenes, kommunikatives System – das bedeutet, dass ein Manager für jeden Mitarbeiter greifbar sein muss. Ein weiterer Aspekt ist, dass ein Geschäftsführer oder Manager über den Tellerrand hinausschauen können muss. Leute zu finden, die diese Eigenschaften verkörpern, ist nicht gerade einfach!

 

WEI_Margit_Weinmann Wie hat sich im vergangenen Jahr Ihre interimistische Tätigkeit als Geschäftsführer in Österreich gestaltet?

Rossa: Meine Geschäftsführerschaft in Österreich war tatsächlich sporadisch. Hervorheben muss man ganz klar das Wiener Team, das in dieser Phase einen ausgezeichneten Job gemacht hat. Margit Weinmann und Andreas Zettl hatten sehr, sehr gute Unterstützung geleistet und Phoenix Contact in Österreich im Prinzip alleine gesteuert. Und da sind wir wieder bei dem Punkt Top-Mitarbeiter. Thomas Lutzky kann also auf ein Team zurückgreifen, das etabliert ist und auch international in der Phoenix Contact Gruppe hohe Akzeptanz genießt. Damit haben wir ein absolutes Zukunftsteam in Österreich.

Jeder Manager ist nur so gut, wie das Team das hinter ihm steht. Funktioniert diese Symbiose, kann man Erfolg haben – davon bin ich überzeugt. Auf das österreichische Team sind wir besonders stolz! Für mich waren die sporadischen Besuche in Wien eher Genuss als Pflicht.

 

zettl Herr Lutzky. Sie sind der Mann, nach dem Phoenix Contact ein Jahr lang gesucht hat. Welche Bedeutung hat nun diese Position für Sie bzw. was wird sich ändern?

Ing. Mag. Thomas Lutzky MBA, Geschäftsführer Phoenix Contact Österreich: Für Phoenix Contact arbeiten zu können ist etwas ganz besonderes und ich bin stolz darauf, für dieses dynamische und nachhaltig geführte Unternehmen tätig sein zu dürfen. In der enormen Innovationstätigkeit liegt die besondere Stärke von Phoenix Contact. An der Konstellation in der Geschäftsleitung ändert sich nicht wirklich viel. Frau Weinmann und Herr Zettl sind beide Prokuristen im Unternehmen, und zu dritt stellen wir die Geschäftsleitung von Phoenix Contact Österreich dar. Wir hatten einen erfolgreichen Start und werden den Schwung, der sich daraus ergibt mitnehmen und das Unternehmen gemeinsam weiterentwickeln.

 

Konnten Sie sich schon in das Portfolio und die Branchen, die Phoenix Contact bedient einleben?

Lutzky: Ja, das wurde mir sehr leicht gemacht. Ich kann mich auf sehr gute Mitarbeiter verlassen, die mich hervorragend unterstützen, sodass in kurzer Zeit eine intensive Einarbeitung möglich war. Viele Themen rund um Phoenix Contact sind mir bereits vertraut.

 

Die Unternehmen in denen Sie zuvor tätig waren – SMC und Renold – sind gar nicht so branchenfern. Damit bringen Sie optimales Branchen-Know-how mit.

Lutzky: Absolut. Ein Großteil der Kunden, die ich zuvor betreuen durfte, sind auch Phoenix Contact Kunden. Da existieren weitreichende Überschneidungen. Allerdings gibt es bei Phoenix Contact auch einige Branchen, die für mich neu sind, aber das gestaltet meine Aufgabe umso interessanter.

 

lutzky Interessant sind ja auch die Veränderungen auf dem Maschinenbau-Sektor in den vergangenen Jahren. Welchen Trend konnten Sie im Laufe Ihrer Tätigkeiten feststellen?

Lutzky: In Österreich hat es über lange Zeit in der kompletten produzierenden Industrie eine Verlagerungstendenz Richtung Osteuropa gegeben. Die Unternehmen, die geblieben sind, sind durchwegs hochinnovative Unternehmen. Viele davon haben sich am europäischen oder Weltmarkt etabliert. Gerade in Österreich gibt es tolle Maschinenbauer, die in der breiten Öffentlichkeit nahezu unbekannt sind, aber in ihren Nischenmärkten absolute Weltmarktführer sind. Auf diesen Unternehmen kann Österreichs Wirtschaft auch künftig aufbauen und wir sind stolz, viele von ihnen zu unseren Kunden und Partnern zählen zu dürfen.

 

Wie sehen Ihre persönlichen Ziele als Geschäftsführer von Phoenix Contact aus?

Lutzky: Das sind zum einen die klassischen Ziele. Profitables Wachstum und starker Fokus auf die großen Zukunftstrends, Märkte, in denen große Dynamik steckt und für die unser Produkt-Portfolio laufend erweitert wird.

Wir möchten uns auch als Team weiterentwickeln und damit nicht nur unser technisches Know-how laufend weiter verbessern, sondern auch die Firmenkultur leben. Unsere Firmenkultur ist einer der Schlüsselfaktoren, warum Phoenix Contact so erfolgreich und innovativ sein kann. Sie ist die Grundlage für die Weiterentwicklung von Produkten und Lösungen.

 

Apropos Lösungen. Wie sieht die Entwicklung in diesem Punkt bei Phoenix Contact aus?

Lutzky: Wir wollen uns weiterentwickeln – vom reinen Komponentenverkauf hin zu komplexeren Lösungen. Das ist ein wesentlicher Ansatz für die Zukunft. Wir werden komplexe Systeme anbieten, die ineinander greifen. Das erfordert, dass auch unsere Mannschaft größer und heterogener wird, sodass wir unseren Kunden eine noch bessere, noch spezialisiertere Beratung und Betreuung bieten können.

 

Wie sieht der Weg zum System- und Lösungsanbieter aus?

Rossa: Wir haben der Struktur des Unternehmens einen neuen Corporate-Plan gegeben, in dem wir uns gezielt um Marktsegmente kümmern werden. Dabei haben wir die Struktur in drei Marksegmente gesplittet: »Device & Connection«, »Industrial Components & Electronics« sowie »Control & Industry Solutions«. Auch das Thema Software nimmt einen immer größer werdenden Part bei Phoenix Contact ein. Damit decken wir neben Hardware auch den Softwarebereich ab und entwickeln uns immer weiter in Richtung Lösungs- und Systemanbieter.

Wir werden auch in Zukunft weiterhin Komponenten liefern, weil wir an dieses Marktsegment glauben. Phoenix Contact wird künftig einfach über ein weitaus größeres Angebotsspektrum mit Komponenten und Lösungen verfügen – und das auf qualitativ höchstem Niveau.

 

Lutzky: Diesen hohen Qualitätsanspruch haben wir auf der Produktseite, für unsere Geschäftsprozesse und bei unseren Mitarbeitern – der Qualitätsanspruch bei Phoenix Contact ist weit gefasst.

 

Meine Herren, vielen Dank für das Gespräch.

Herr Lutzky, alles Gute für die Zukunft!

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